LANDSCHAFTSGARTEN

Landschaft und Garten – sind das nicht zwei ganz verschiedene Dinge? Einerseits ja, andererseits liegt jeder Garten in einer ganz bestimmten Landschaft mit ihrem besonderen Naturreichtum, Boden-, Wasser- und Klimaverhältnissen, Pflanzen- und Tierarten, auch wenn das Gartengrundstück in einer dicht bebauten Siedlung liegt.

Wie naturfern auch immer die Umgebung des Gartens aussieht: Es ist leicht möglich mit einfachen Maßnahmen etwas von der Atmosphäre und dem Charakter der großen Landschaft in den Garten zu holen. Das Pflanzen einer Waldkiefer mit Sandtrockenrasen oder einem Heidehügel darunter passt in eine sandige Moränenlandschaft und in jedem Rasen lassen sich Teilbereiche als Wildblumenwiese anlegen aus standortgemäßem Wildpflanzensaatgut.

Durch die Verwendung einheimischer Laub- und Obstbäume, Wildsträuchern wie Weißdorn, Wildrosen und Schlehe werden Insekten und Vögel eingeladen im Garten zu nisten und zu leben. Kompost- und Reisighaufen bieten Unterschlupf für Igel, Amphibien und sichern die Überwinterung für viele andere Tierarten.

Bestimmte Kräuter und Wildstauden wie z. B. Wilder Oregano und Wilde Möhre ziehen besonders Schmetterlinge an, so dass auf einem relativ kleinen Beetbereich ein Schmetterlingsgarten entstehen kann.

Schon viele Jahrzehnte finden Bienen in naturnahen Gärten und Parkanlagen der Städte mehr und kontinuierlicher Nahrung als in der intensiv genutzten Agrarlandschaft. Mit jedem naturnah gestalteten Garten wird die Kulturlandschaft bereichert und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten bewahrt.

Dabei ist ein Landschaftsgarten weniger kosten- und pflegeintensiv als ein Ziergarten. Doch benötigt man Kenntnisse der heimischen Natur und etwas Geduld, da viele Wildpflanzensamen erst nach 2-3 Jahren keimen und sich entfalten.

SONJA SCHÜRGER   |   Berlin

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